paris -sigrun höllrigl
sigrun höllrigl (österreich)

paris
chromgelb das licht
aber paris ist rot
und flackert wie marmor
rot wie das blut der jakobiner
und schwarz wie afrika
über alle gesichter hinweg
fährt die metro in stotternder fahrt.
in den moder des schachts
möchte ich meinen kopf halten
aber nein! - am quai d’orsay
stoße ich in die höhe.
vor mir die seine
in zittrigem wellenschlag.
- die stadt pulsiert,
mein herz beginnt zu rasen.
im reich der flaneure,
dem jardin de luxembourg
komm’ ich zur ruhe.
mein ich kennt jetzt
kein zurück mehr.
ich bin hier und
ich bleibe hier
gefangen im garten.
nur du, du holst mich
wieder zurück.
wie soll ich dir danken?
